Die Jagd auf den Europäischen Rehbock zählt zu den verbreitetsten und zugleich selektivsten Formen der individuellen Jagd in Europa.
Jagdzeit
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April – 30. September
Brunftzeit
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Juli – 15. August
Destination
Ungarn – Region Mátészalka
Dauer der Reise
4 Tage / 6 Jagdausgänge
Wildart
Europäischer Rehbock
Anreise
Eigene Anreise
Waffen
Eigene, im Europäischen Feuerwaffenpass eingetragene Waffen / Leihwaffen möglich
Allgemeine Informationen
Der Europäische Rehbock (Capreolus capreolus) ist eine kleinere, jedoch außerordentlich vorsichtige und intelligente Schalenwildart, die ihr Revier perfekt zu verteidigen weiß. Er verfügt über ein hervorragendes Gehör, einen ausgezeichneten Geruchssinn und die Fähigkeit, sich selbst in dichtem Bewuchs nahezu lautlos zu bewegen. Die Trophäe des Rehbocks – das Gehörn – wird jedes Jahr erneuert, wobei ihre Qualität vom Alter, der Genetik sowie den Umweltbedingungen abhängt. Gerade die Kombination aus Eleganz, Vorsicht und dynamischem Verhalten während der Brunft macht den Rehbock zu einem außergewöhnlichen Ziel für die individuelle und präzise Jagd.
Die Region rund um die Stadt Mátészalka befindet sich im Nordosten Ungarns in einem typischen Tieflandgebiet. Es handelt sich um eine klassische Agrarlandschaft mit geringer Höhenlage, in der weite Felder, gesäumt von Windschutzstreifen und kleineren Waldkomplexen, einen idealen Lebensraum für kapitale Rehböcke bieten. Da in diesem Gebiet keine andere bedeutende Wildart vorkommt, die den Rehbestand negativ beeinflussen könnte, herrschen hervorragende Bedingungen für eine starke Rehpopulation. Die traditionelle ungarische Rehbockjagd muss erfahrenen Jägern kaum näher vorgestellt werden; dennoch ist anzumerken, dass in dieser Region vor allem die klassische Pirschjagd in Kombination mit Fahrten zwischen den einzelnen Revierteilen bevorzugt wird.
Jagd
Die Jagdsaison beginnt im Frühjahr, wenn die Rehböcke bereits verfegt haben und nach dem Winter wieder aktiv werden. Mai (in Ungarn bereits April) und Juni eignen sich ideal für die selektive Jagd auf reife Böcke in niedrigem Bewuchs. Den Höhepunkt bildet die Brunft Ende Juli und Anfang August, wenn während heißer Sommertage mit dem Blatt gejagt wird und intensive Reaktionen territorialer Böcke erlebt werden können. Die Jagd beginnt früh am Morgen und dauert an, solange die Rehböcke aktiv in Bewegung sind. Anschließend wird am Nachmittag weitergejagt bis zum Einbruch der Dunkelheit. Das Jagdgebiet umfasst mehr als 10.000 Hektar und bietet somit ausreichend Raum zur Suche nach starken und qualitativ hochwertigen Böcken. Jährlich werden in diesem Gebiet etwa 100 Trophäen-Rehböcke erlegt, davon rund 20 % medaillenstarke Stücke. In den meisten Fällen erfolgt die Jagd auf Entfernungen von 80 bis 150 Metern, wobei auch weitere Schüsse möglich sind.
Ausrüstung und Wetter
Die Jagd auf den Rehbock erfordert eine leichte, leise und funktionelle Ausrüstung. Empfohlen wird eine präzise Büchse in geeignetem Kaliber – alle in unseren Bedingungen gängigen Kaliber von .243 WIN bis .300 WIN MAG sind geeignet – sowie hochwertige Optik, da häufig auf mittlere Distanzen in offenem Gelände geschossen wird. Die Bekleidung sollte der Jahreszeit angepasst sein: Das Frühjahr bringt kühle Morgenstunden mit Tau, während der Sommer zwar warm sein kann, jedoch oft deutliche Temperaturunterschiede zwischen Morgen und Tag aufweist. Wasserdichtes Schuhwerk und gedeckte Farben sind selbstverständlich, ebenso wie Geduld und die Fähigkeit, sich unauffällig zu bewegen.
Unterkunft und Verpflegung
Untergebracht wird mit Vollpension in einem Einzelzimmer des Mihály-Vay-Schlosses in Mátészalka, das von einem malerischen Park umgeben ist.