Streckelegen
Jagdbegriffe
Das Streckelegen ist ein feierliches Zeremoniell, das nach Abschluss der Jagd am Streckenplatz stattfindet. Dieser Brauch ist fester Bestandteil der traditionellen Jagdsitten und dient der offiziellen Würdigung und Präsentation des gesamten während der Jagd erlegten Wildes. Das Streckelegen erfolgt in der Regel an einem festgelegten Ort, an dem die gesamte Strecke ausgelegt wird, sodass Jäger, Gäste und weitere Jagdteilnehmer die erlegten Stücke in Augenschein nehmen können. Das Zeremoniell wird häufig von jagdlichen Signalen begleitet und kann durch eine kurze Ansprache oder einen Trinkspruch zu Ehren der erfolgreichen Jagd ergänzt werden.
Der Streckenplatz ist der Ort, an dem alle erlegten Stücke zusammengetragen, ausgelegt und gekennzeichnet werden, damit das Wild ordnungsgemäß kontrolliert und dokumentiert werden kann. Das Streckelegen besitzt zudem eine starke symbolische Bedeutung als Ausdruck des erfolgreichen Abschlusses der Jagd und als Anerkennung der jagdlichen Leistung. Die Form dieses Brauches kann je nach regionaler Tradition und den Gepflogenheiten des jeweiligen Jagdvereins mehr oder weniger feierlich gestaltet sein. Gleichzeitig dient das Streckelegen auch dazu, sicherzustellen, dass das erlegte Wild sachgerecht überprüft, identifiziert und anschließend gemäß den geltenden jagdrechtlichen Vorschriften weiterverarbeitet wird.
Im weiteren Sinne wird der Begriff Strecke mitunter auch zur Bezeichnung der Gesamtheit aller während einer Jagd erlegten Stücke verwendet. In diesem Zusammenhang werden Angaben zu Wildart, Geschlecht, Alter und Trophäenqualität erfasst, die als Grundlage für eine nachfolgende Bewertung des Jagderfolges sowie der ökologischen Auswirkungen der Jagd dienen.
Während der Jagdsaison tauchen Ausdrücke wie "Streckelegen" häufiger auf als zu anderen Zeiten. schwarzwildjagden, jagd auf sikahirsch