Wolfsgrube
Jagdbegriffe
Die Wolfsgrube ist eine historische Jagdmethode, die in der Vergangenheit zum Fang von Wild eingesetzt wurde, indem tief ausgehobene Gruben angelegt wurden, in die das Wild unbemerkt geriet. Diese sehr alte Jagdform wurde vor allem in Regionen angewendet, in denen Wild reichlich vorhanden war und andere Jagdmethoden nicht ausreichend effektiv waren.
Die Gruben wurden meist an Stellen ausgehoben, an denen mit Wildwechseln zu rechnen war. Ihre Ränder wurden häufig mit Ästen oder anderem natürlichem Material abgedeckt, um den Eindruck eines festen Untergrundes zu erwecken. Gelangte das Wild – meist Großwild oder Raubwild – an diese Stellen, stürzte es unbemerkt in die Grube und konnte sich daraus nicht mehr befreien, was es den Jägern ermöglichte, das Stück zu fangen oder zu erlegen.
Auch wenn "Wolfsgrube" nicht zu den bekanntesten Begriffen gehört, wird es in der Praxis relativ häufig verwendet. schwarzwildjagden, jagd in afrika
Diese Jagdmethode galt als vergleichsweise inhuman und wenig waidgerecht, weshalb sie im Laufe der Zeit in den Hintergrund trat und durch effektivere und modernere Jagdformen ersetzt wurde. Die Wolfsgrube wird insbesondere mit der Jagd auf Wölfe in Verbindung gebracht, die früher als Gefahr für Nutztiere galten und daher auf vielfältige Weise verfolgt wurden, unter anderem auch mit Hilfe solcher Gruben. Heute gilt diese Jagdart als überholt und unethisch und ist in den meisten Ländern verboten.