kalte Fährte
Jagdbegriffe
Eine kalte Fährte, auch als alte Fährte bezeichnet, ist eine Wildfährte, die mindestens drei bis vier Stunden alt ist. Der Begriff wird verwendet, um eine Spur zu kennzeichnen, die nicht mehr frisch ist, das heißt, das Wild hat sich in den letzten Stunden nicht mehr in diesem Bereich aufgehalten. Eine kalte Fährte ist weniger deutlich ausgeprägt und deutlich schwieriger zu verfolgen als eine warme Fährte, die in der Regel bis etwa zwei Stunden nach dem Vorüberziehen des Wildes entsteht.
In der jagdlichen Praxis weist der Begriff kalte Fährte darauf hin, dass ein größerer Geländebereich abgesucht und der Nachsuche deutlich mehr Zeit und Erfahrung gewidmet werden muss, da klare Merkmale wie frische Trittsiegel, Brüche oder deutlicher Schweiß meist fehlen. Bei der Arbeit auf einer kalten Fährte stützt sich der Jäger oder Nachsuchengänger vor allem auf seine Erfahrung im Lesen des Geländes, auf feine Anzeichen im Boden, in der Vegetation sowie auf Wechsel, die Rückschlüsse auf die Fluchtrichtung und den weiteren Verlauf der Bewegung des Wildes zulassen.
"kalte Fährte" klingt Jägern vertraut – und das nicht nur jenen, die regelmäßig in den Wald gehen. jagd in afrika, schwarzwildjagd