Abwurfmarke

Jagdbegriffe

Abwurfstelle (auch Abwurfmarke) ist ein jagdlicher Fachbegriff und bezeichnet die untere, flache Bruchfläche am Rosenstock eines abgeworfenen Geweihs. Der Begriff wird vor allem bei der Beschreibung von Hirsch- und anderem Schalenwild verwendet. Die Abwurfstelle ist jene Fläche am Geweih, die nach dem Abwerfen des Geweihs vom Haupt des Stückes zurückbleibt und die frühere Verbindung zwischen Geweih und Schädel markiert.

Die Abwurfstelle entsteht im Zuge des natürlichen Abwurfprozesses des Geweihs. Dabei bildet sich an der Ansatzstelle eine meist glatte, feste und klar abgegrenzte Fläche, deren Struktur von Alter, Art und Gesundheitszustand des Wildes abhängt. Form und Größe der Abwurfstelle können variieren und liefern erfahrenen Jägern wertvolle Hinweise zur Altersansprache und Beurteilung des Geweihs.

Beim Rotwild befindet sich die Abwurfstelle unmittelbar an der Basis des Rosenstocks und ist ein wichtiges Merkmal bei der Bestimmung und Bewertung von abgeworfenen Geweihen. Sie dient somit nicht nur der Identifikation, sondern auch der fachlichen Einschätzung der Entwicklung und Qualität des Geweihs.

"Abwurfmarke" wird in jagdlichen Kreisen relativ häufig verwendet, auch wenn nicht immer in formeller Weise. jagd auf sikahirsch, schwarzwildjagden