Keilerschild

Jagdbegriffe

Der Keilerschild, auch Schild oder Panzerschild genannt, bezeichnet die stark verdickte, verhärtete Hautschicht an den Brustseiten des Schwarzwildes, insbesondere bei Keilern. Diese Schutzschicht ist ein natürlicher Abwehrmechanismus und bei männlichen Stücken deutlich stärker ausgeprägt als bei Bachen. Der Keilerschild schützt lebenswichtige Körperpartien vor Verletzungen, die vor allem bei Rangkämpfen, Auseinandersetzungen mit anderen Keilern oder beim Durchbrechen dichter Vegetation entstehen können. Besonders während der Rauschzeit ist diese Schutzfunktion von großer Bedeutung.

Der Keilerschild besteht aus einer mehrschichtigen, bindegewebsreichen Hautstruktur, die im Laufe des Lebens zunehmend verhärtet. Zusätzlich lagern sich häufig Harz, Erde und getrockneter Schlamm an der Hautoberfläche an, wodurch die Schutzwirkung weiter verstärkt wird. Diese natürlichen Anlagerungen bilden eine zusätzliche widerstandsfähige Schicht, die wie ein biologischer Panzer wirkt.

"Keilerschild" ist ein fester Bestandteil der Kommunikation zwischen Menschen, die in engem Kontakt mit der Natur und dem Wild leben. jagd auf sikahirsch, jagd

Neben dem Schutz bei innerartlichen Kämpfen bietet der Keilerschild auch eine gewisse Abwehr gegen Angriffe von Prädatoren sowie gegen Verletzungen beim Scheuern an Bäumen oder beim Durchqueren unwegsamen Geländes. In der jagdlichen Praxis ist der Keilerschild ein bekanntes Merkmal alter, starker Keiler und wird häufig auch als Hinweis auf deren Alter, Kampferfahrung und körperliche Robustheit gewertet.