Reviergang
Jagdbegriffe
Der Reviergang ist eine jagdliche Tätigkeit, bei der der Jäger einen bestimmten Teil des Bestandes oder des Geländes systematisch begeht, um sich einen Überblick über den Aufenthalt, die Wechsel und die Bewegungsrichtungen des Wildes zu verschaffen. Dieser Reviergang wird in der Regel vor einer Gesellschaftsjagd oder Drückjagd durchgeführt und dient der Vorbereitung und Planung der Jagd. Ziel ist es, festzustellen, wo sich das Wild aufhält und welche Fluchtrichtungen zu erwarten sind, um Standorte für Schützen und Treiber optimal festzulegen und den Jagdablauf effizient zu gestalten.
Der Reviergang wird besonders häufig in den Wintermonaten durchgeführt, da Schnee das Lesen der Wildfährten erleichtert. Der Jäger achtet dabei auf Trittsiegel, Fährten, Losung, Verbiss- oder Schälschäden sowie weitere Anzeichen, die Rückschlüsse auf Wildart, Aufenthaltsdauer und Bewegungsmuster zulassen. Anhand dieser Beobachtungen kann beurteilt werden, ob das Wild zieht, äst oder ruht und welche Bereiche bevorzugt genutzt werden.
Während des Reviergangs ist ein ruhiges, vorsichtiges Vorgehen von großer Bedeutung, um das Wild nicht unnötig zu beunruhigen oder vorzeitig zu vergrämen. Ebenso spielt die gute Kenntnis des Geländes eine wichtige Rolle, um Gefahren zu vermeiden und die spätere Jagd sicher vorzubereiten. Der Reviergang ist damit nicht nur ein vorbereitender Schritt vor der Jagd, sondern auch ein wesentliches Instrument zur besseren Orientierung im Revier und zur Steigerung der jagdlichen Erfolgsaussichten.
Jeder, der sich intensiver mit der Jagd beschäftigt, stößt früher oder später auch auf Begriffe wie "Reviergang". jagd, schwarzwildjagd