Treiber

Jagdbegriffe

Ein Treiber ist eine Person, die bei einer Gesellschaftsjagd das Wild in Richtung der Schützen treibt. Seine Aufgabe besteht darin, das Wild in Bewegung zu bringen und es gezielt in die gewünschte Richtung zu lenken. Der Treiber bewegt sich zu Fuß durch das Gelände und nutzt dabei verschiedene akustische und optische Reize, wie laute Zurufe, Klatschen oder das Bewegen von Stöcken, um das Wild aus seinen Einständen zu drücken.  

Während der Jagd arbeitet der Treiber eng mit den übrigen Mitgliedern der Treiberkette zusammen, um einen gleichmäßigen und kontrollierten Wildfluss über die festgelegte Linie zu gewährleisten. Bei der Jagd auf Hochwild bewegt er sich meist in ruhigerem Tempo, damit das Wild nicht zu hastig beunruhigt wird und es nicht zu einem unkontrollierten Ausbrechen kommt. Bei der Jagd auf Niederwild, wie Hasen oder Fasanen, kann das Vorgehen dagegen schneller und dynamischer sein.  

Treiber müssen mit dem Gelände und den Fluchtrichtungen des Wildes gut vertraut sein, um ein Ausweichen des Wildes aus der Schützenlinie zu verhindern. Von großer Bedeutung ist auch ihre Sicherheit – sie tragen gut sichtbare Signalwesten oder -kappen, damit sie für die Schützen jederzeit eindeutig erkennbar sind. Ihre Tätigkeit ist körperlich anspruchsvoll, insbesondere in dichtem Wald oder unübersichtlichem Gelände, wo sie sich unter wechselnden Bedingungen bewegen müssen.  

Einige Begriffe wie "Treiber" haben sich auch außerhalb der fachlichen Terminologie eingebürgert. schwarzwildjagd, jagd afrika

Diese Tätigkeit ist für den erfolgreichen Ablauf einer Gesellschaftsjagd unerlässlich und erfordert Erfahrung, Disziplin sowie eine gute Koordination mit allen übrigen Jagdteilnehmern.