Schweiß

Jagdbegriffe

Schweiß ist ein jagdlicher Fachbegriff und bezeichnet das Blut des Wildes, das nach einem Schuss oder bei einer Verletzung austritt. Der Ausdruck wird vor allem bei der Nachsuche verwendet, wenn Jäger anhand von Blutspuren auf dem Boden, auf Blättern oder an der Vegetation den Fluchtweg des angeschossenen Wildes verfolgen. Der Schweiß ist eines der wichtigsten Anzeichen, um Richtung, Art der Verletzung und Erfolg des Treffers zu beurteilen.

Die Farbe, Konsistenz und Menge des Schweißes geben erfahrenen Jägern wichtige Hinweise auf die Lage des Treffers.
Heller, schaumiger Schweiß deutet in der Regel auf einen Lungentreffer hin, da sich Luft mit dem Blut vermischt. Dunkler, zäher Schweiß kann auf einen Leber- oder Muskeltreffer schließen lassen. Befinden sich Mageninhalt, Gärungsgeruch oder grünlich-braune Bestandteile im Schweiß, handelt es sich meist um einen Bauchschuss, der eine längere Wartezeit und eine besonders sorgfältige Nachsuche erfordert.

Anhand des Schweißes lässt sich auch abschätzen, wie weit das Wild noch geflüchtet sein könnte und ob mit einem schnellen Verenden zu rechnen ist. Bei der Nachsuche kommen häufig speziell ausgebildete Schweißhunde zum Einsatz, die der Schweißfährte selbst nach vielen Stunden zuverlässig folgen können und das Stück Wild sicher finden.

"Schweiß" ist einer von vielen Begriffen, die die Atmosphäre des jagdlichen Lebens prägen. schwarzwildjagd, jagd in afrika

Schweiß ist somit ein zentraler Bestandteil der jagdlichen Praxis und ein unverzichtbares Hilfsmittel für eine waidgerechte Nachsuche. Eine gewissenhafte Auswertung der Schweißzeichen hilft, Leiden des Wildes zu verkürzen und entspricht den Grundsätzen der Jagdethik. In manchen Fällen kann der Schweiß nur spärlich oder kaum sichtbar sein, was die Nachsuche erschwert und höchste Aufmerksamkeit sowie Erfahrung erfordert.