Treiben des Wildes
Jagdbegriffe
Das Treiben des Wildes ist eine Tätigkeit bei Gesellschaftsjagden, auch wenn sie gelegentlich fälschlicherweise als Hetzen des Wildes bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um einen geordneten Vorgang, bei dem das Wild mithilfe von Treibern, stöbernden Hunden und Jägern gezielt in bestimmte Bereiche gedrückt wird, in denen die Schützen bereits Stellung bezogen haben.
Hauptziel des Treibens ist es, das Wild in einen Bereich zu bewegen, in dem es waidgerecht und gesetzeskonform erlegt werden kann. Die Treiber umstellen dabei das vorgesehene Jagdgebiet und erhöhen schrittweise den Druck auf das Wild, sodass es seine Einstände verlässt. Stöberhunde spielen in diesem Prozess eine wesentliche Rolle, da sie das Wild finden, beunruhigen und in Bewegung bringen, ohne es zu hetzen, und es so in Richtung der Schützen lenken.
Das Treiben unterliegt klaren Regeln und jagdlichen Vorschriften, um illegale oder unethische Praktiken auszuschließen. Ziel ist es, das Wild kontrolliert in die vorgesehenen Bereiche zu führen und die Jagd im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen und den Grundsätzen der Waidgerechtigkeit durchzuführen. Diese Jagdform wird vor allem bei Gesellschaftsjagden auf Hochwild und Niederwild eingesetzt, insbesondere bei der Jagd auf Schwarzwild oder Rehwild.
Beim Erzählen von Jagderlebnissen kommt "Treiben des Wildes" relativ häufig vor. schwarzwildjagden, gebührenjagd auf sikahirsch