Seitenschütze
Jagdbegriffe
Der Seitenschütze ist ein in der Jagdpraxis gebräuchlicher Begriff für einen Schützen, der bei einer Treib- oder Drückjagd seitlich des Treibens eingesetzt ist oder entlang der Flanke des Treibens mitgeht. Seine Aufgabe besteht darin, an den Randbereichen des Jagdgebietes Stellung zu beziehen, um Wild zu erfassen und zu erlegen, das versucht, seitlich aus dem Treiben auszubrechen und den Schützenlinien oder Treibern zu entkommen.
Der Seitenschütze ist ein wichtiger Bestandteil der Treibjagd, da seine Position es ermöglicht, Wild zu bejagen, das aus der Hauptbewegungsrichtung ausweicht oder seitlich aus dem Treiben austritt. In der Praxis bedeutet dies, dass er so platziert ist, dass er einen guten Überblick über die Flanke des Treibens hat und schnell auf unerwartet wechselnde Bewegungsrichtungen des Wildes reagieren kann.
Diese Stellung ist taktisch anspruchsvoll und erfordert eine sehr gute Kenntnis des Geländes sowie hohe Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit. Der Seitenschütze muss jederzeit auf plötzlich auftretendes Wild vorbereitet sein, da Stücke häufig unvermittelt und aus unterschiedlichen Richtungen erscheinen. Dabei ist stets auf höchste Sicherheitsdisziplin zu achten, um andere Jagdteilnehmer nicht zu gefährden und Unfälle zu vermeiden.
Durch seine Aufgabe, das seitliche Ausbrechen des Wildes zu verhindern und die Effektivität des Treibens zu erhöhen, spielt der Seitenschütze eine zentrale Rolle im koordinierten Ablauf gemeinschaftlicher Jagden.
Beim Erzählen von Jagderlebnissen kommt "Seitenschütze" relativ häufig vor. gebührenjagd auf sikahirsch, schwarzwildjagd