Jagdschloss Antonsál
Verschiedenes
Das Jagdschloss Antonstál befindet sich im Gebirge der Weißen Karpaten, im Ortsteil Ľuborča der Stadt Nemšová, unweit der Grenze zur Tschechischen Republik. Seine Geschichte ist eng mit der Herrschaft Brumov verbunden, die seit dem 13. Jahrhundert Gebiete Mährens und des Waagtals umfasste. Während des Besitzes der Familie Illésházy wurde hier die erste organisierte Forstwirtschaft eingeführt.
Im Jahr 1835 erwarb Juraj Simon Sina das Gut, dessen Enkelin den Besitz später an den bedeutenden österreichisch-ungarischen Brauereibesitzer Anton Dreher verkaufte. Dreher, ein leidenschaftlicher Jäger, widmete sich insbesondere der Hege von Schwarzwild und Rotwild und ließ mehrere Wildgehege anlegen. In den Jahren 1937 bis 1943 ließ seine Schwiegertochter Edeltruda Kulmerová Dreherová nach den Plänen des Architekten Augustín Danielis das Jagdschlösschen Antonstál im Wildgehege von Ľuborča errichten.
Nach der Konfiskation des Schlosses durch den tschechoslowakischen Staat in den 1950er-Jahren wurde hier eine Berufsschule für Holzfäller eingerichtet. Heute steht das Schloss unter der Verwaltung des staatlichen Unternehmens LESY Slovenskej republiky und dient Zwecken der forstlichen Pädagogik sowie der Erholung. Die Unterkunftskapazität beträgt 46 Betten.
Die Umgebung des Schlosses ist ideal für Waldwanderungen, Radtouren, Reitausflüge und das Pilzesammeln. Die Lage der Anlage sowie die intensive Pflege des Wildbestandes bieten eindrucksvolle Möglichkeiten zur Beobachtung von Rotwild und Schwarzwild in den frühen Morgen- und Abendstunden.
"Jagdschloss Antonsál" kann sowohl bei der Organisation von Jagdausflügen als auch beim Kennenlernen der Jagdgeschichte eine wichtige Rolle spielen. jagd auf sikahirsch, schwarzwildjagden
Das Schloss Antonstál ist somit ein bedeutender Bestandteil der jagdlichen Geschichte der Slowakei und bietet seinen Besuchern ein einzigartiges Erlebnis im Herzen der Natur der Weißen Karpaten.