Die Jagd war für mich nie nur der Abschuss. Sie bedeutet in erster Linie Ehrfurcht vor der Natur, Demut und Herausforderungen, die uns nicht nur körperlich, sondern auch mental prüfen. Die Gamsjagd war mein Traum, den ich mir schon immer erfüllen wollte. Ich hatte noch nie eine Gams erlegt, doch die Vorstellung davon faszinierte mich seit Jahren. Jede Jagd hat ihre eigene Geschichte, doch die Gamsjagd war für mich etwas Besonderes. Die Vorstellung, steile Hänge zu überwinden, den Blick auf majestätische Gipfel zu genießen und das Adrenalin zu spüren – all das weckte in mir eine Sehnsucht, die ich mir eines Tages erfüllen wollte. Als sich mir die Möglichkeit bot, in den wunderschönen slowenischen Bergen mit Heming Hunting auf die Jagd zu gehen, wusste ich, dass dies ein Erlebnis werden würde, das ich mein Leben lang nie vergessen werde.
Die Vorbereitung auf das große Abenteuer…
Slowenien kenne ich sehr gut, jedes Jahr fahre ich dort wandern und bewundere seine unglaublich schönen Berge. Sie sind rau und unerbittlich, aber zugleich von atemberaubender Schönheit. Dieses Mal packte ich jedoch nicht nur meine Wanderschuhe ein, sondern auch meine Jagdausrüstung. Die Gamsjagd ist keine gewöhnliche Jagd – sie ist eine Herausforderung, die sowohl körperliche als auch mentale Ausdauer fordert. Es ist keine Jagd, bei der man aus dem Auto steigt, anlegt und schießt. Hier muss man sich jeden Erfolg wortwörtlich erarbeiten. Deshalb wusste ich, dass meine Vorbereitung entscheidend sein würde.
Ich entschied mich für die Sabatti Tumbhole im Kaliber 6,5 Creedmoor und die hochpräzise LFB-Munition, denn bei weiten Schüssen wollte ich sicher sein, dass jeder Schuss sitzt. Ich absolvierte ein Schießtraining auf weite Distanzen, da ich wusste, dass der Schuss bis zu 270 Meter weit sein konnte. Da ich nicht an solche Entfernungen gewöhnt war, wollte ich perfekt vorbereitet sein. Auch körperlich bereitete ich mich vor – ich wusste, dass ich steile Gebirgshänge bewältigen musste, bei denen jeder Schritt entscheidend sein kann. Ich ahnte, dass mich in den Bergen Herausforderungen erwarten würden – steile Hänge, unberechenbares Wetter, schwierige Bedingungen. Doch nichts davon schreckte mich ab. Im Gegenteil – ich spürte pure Aufregung und freute mich darauf.
Erste Eindrücke und Erwartungen bei der Ankunft
Nach unserer Ankunft erwartete uns eine wunderschöne Unterkunft in einer örtlichen Pension, wo wir uns nach der langen Anreise ausruhen und die ausgezeichnete regionale Küche genießen konnten. Die Atmosphäre war fantastisch – großartiges Essen, herrliche Umgebung und Menschen, die die Natur genauso lieben wie ich. Am Abend fand ein Treffen mit den Organisatoren und den anderen Jägern statt – voller Erwartungen hörten wir den Anweisungen zu und tauschten unsere bisherigen Jagderlebnisse aus. Die Anweisungen waren klar: Morgen brechen wir im Morgengrauen auf! Die Jagd wird körperlich anspruchsvoll, aber die Bedingungen sind gut. Alles wird nur von uns und dem Jagdglück abhängen.
Am ersten Jagdtag brachen wir um sechs Uhr früh in die Berge auf. Das kühle Morgenlicht breitete sich über die Gipfel aus, die Luft war frisch und klar. Mein Jagdführer war ein erfahrener Forstwirt mit einer Energie und Ausdauer, die mancher Mann beneiden könnte. Schon der erste Tag war unglaublich – wir sahen viele Gämsen, aber der Wind stand nicht auf unserer Seite und die Tiere hielten großen Abstand. Beim geringsten Verdacht verschwanden sie im Gelände. Das Revier war herrlich, ein riesiges Gebiet, in dem die Gämsen frei umherzogen. Leider nahmen sie uns wahr, bevor wir näher herankamen. Den ganzen Tag stiegen wir steile Hänge hinauf, stapften durch Schnee und suchten eine passende Schussposition. Keine Gelegenheit für einen guten Schuss. Doch jeder Schritt brachte mich meinem Traum näher. Als wir am Abend zurück in die Pension kamen, waren einige Jäger erfolgreich gewesen – ich jedoch nicht. Aber eines war klar: Aufgeben war keine Option.
Endlich der Moment!
Am nächsten Morgen war ich entschlossen: Heute musste es klappen! Doch das Wetter hatte sich geändert, der Himmel war bedeckt und die Gämsen hielten sich in niedrigeren Lagen auf, meist im Waldgürtel. Seit sechs Uhr morgens waren wir unterwegs, doch auch nach mehreren Stunden hatten wir keine einzige Gams gesehen. Offenbar reagierten sie auf den Wetterumschwung und zogen sich in schwer zugängliche Bereiche zurück. Doch gegen zehn Uhr entdeckten wir schließlich einen starken Bock. Mein Jagdführer zeigte plötzlich in die Ferne und fragte: „Siehst du ihn?“ Gespannt blickte ich in die angegebene Richtung, doch zunächst konnte ich nichts erkennen. Und dann war er da! Die Gams, perfekt getarnt im felsigen Gelände, stand reglos da. Mein Herz begann schneller zu schlagen, Adrenalin durchströmte meinen Körper.
Schnell griff ich zu meinem GPO Rangeguide 8,5 × 50, um die Entfernung zu messen. 144 Meter – jedoch in keiner idealen Schussposition, da der Winkel sehr steil war. Die Gams stand frontal, was bedeutete, dass ich auf die Brust oder den Träger schießen musste. Ich nahm eine stabile Position ein, atmete aus und zielte… Ich musste vollkommen konzentriert sein, denn der kleinste Fehler hätte den Erfolg zunichtegemacht. Es war eine enorme Herausforderung! Ich zielte, atmete aus und drückte sanft den Abzug. Ein Schuss! Der Knall hallte durch das Tal, und ich sah, wie die Gams überschlug und im Feuer lag. Mein Jagdführer gratulierte mir: „Radka, das war ein perfekter Schuss!“ Das Gefühl von Freude und Erleichterung war unbeschreiblich. Dieser Moment, in dem sich all die Mühe, Vorbereitung und Anstrengung in einem einzigen erfolgreichen Schuss vereinen, ist mit Worten kaum auszudrücken.
Als wir bei der Gams ankamen, erwies ich ihr die letzte Ehre. Das ist für mich immer der stärkste Moment der Jagd – ein Augenblick tiefen Respekts und Demut. Ich bin mir bewusst, welch großes Privileg es ist, Teil der Natur zu sein, in ihr zu stehen – als Jägerin, aber zugleich als ihre Beschützerin, die ihre Gesetze respektiert.
Nach der traditionellen letzten Ehre mussten wir die Gams ins Tal hinunterbringen. Das war eine weitere Prüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Steile Hänge, Schnee und Müdigkeit machten den Abstieg anstrengend, doch es hat sich gelohnt. In mir war nur Freude. Der erfahrene Jagdführer lud die Gams in seinen Rucksack und trug sie ohne Zögern hinunter. Die Slowenen sind wirklich bewundernswerte Menschen – mit unglaublicher Kondition, Entschlossenheit und tiefem Respekt vor den Bergen. Dieser Erfolg kam nicht leicht und war daher für mich umso wertvoller. Als wir zur Pension zurückkehrten, gratulierten mir die anderen Jäger, und beim Abendessen tauschten wir unsere Eindrücke von dieser wunderschönen Jagd aus.
Dieses Erlebnis zeigte mir, dass die Gamsjagd nicht nur der Abschuss ist. Sie bedeutet Respekt vor der Natur, das Überwinden eigener Grenzen und unvergessliche Momente, die man ein Leben lang mit sich trägt. Die slowenischen Berge gaben mir mehr, als ich erwartet hatte. Wenn Sie eine professionell organisierte Jagd erleben möchten, die nicht nur eine Trophäe, sondern auch einzigartige Erlebnisse und Erinnerungen fürs ganze Leben bietet, dann ist Heming Hunting die richtige Wahl. Wenn sich Ihnen die Möglichkeit bietet – zögern Sie nicht! Für mich war es ein wahr gewordener Traum.
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